standortbestimmung

Standortbestimmung oder „Ich weiss genau, was ich nicht will“

Ohne Standortbestimmung keine sinnvolle Neuorientierung

Viele Menschen können gut formulieren, was sie nicht wollen und nicht können. Darüber hinaus sind sie „offen für Neues“.

Diese Haltung beinhaltet die Gefahr, dass man sich zum Schluss in irgendeinem Job wiederfindet, nur weil man diesen als erstes angeboten bekommen hat. Eine gezielte berufliche Neuorientierung sieht anders aus und erfordert zwingend eine fundierte Standortbestimmung. Die Inhalte einer Standortbestimmung umfassen, sehr einfach zusammengefasst, die folgenden Fragen:

  • „Was will ich?“,
  • „Was kann ich?“ und
  • „Was braucht der Markt?“

Was will ich?

Diese Frage bedingt eine Auseinandersetzung mit den eigenen Werten, Neigungen und Bedürfnissen. Werte und Einstellungen verändern sich im Laufe des Lebens, Prioritäten werden neu gesetzt. Viele Menschen haben sich viele Jahre nicht mehr gefragt, was ihnen wirklich wichtig ist. Eine berufliche Neuorientierung ist genau der richtige Zeitpunkt sich damit auseinanderzusetzen. Denn nicht alles, was jemand kann, will er auch wieder tun. Ganz im Gegenteil: Sehr oft ist in einer Neuorientierung ein Hauptanliegen, dass die neue Tätigkeit den veränderten Bedürfnissen und Werten Rechnung trägt. Eine Standortbestimmung sollte sich also ernsthaft mit dem Thema Werte beschäftigen, den eigenen, aber auch denen des aktuellen und des zukünftigen Unternehmens.

Was kann ich?

Vor jeder beruflichen Neuorientierung sollte man wissen, was man wirklich kann. Das setzt eine sorgfältige Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen voraus. Auch Kompetenzen verschieben sich im Laufe eines Berufslebens. Man entwickelt sich weiter, übernimmt neue Aufgaben, macht vielleicht eine Weiterbildung. Nach 20 oder 30 Jahren hat man nicht mehr das gleiche Profil wie zu Beginn der Karriere. Ein berufliches Profil mit einem „Inventar“ der eigenen Kompetenzen ist das stärkste Argument auf dem Arbeitsmarkt. Umso wichtiger ist, dass Sie es kennen und mit konkreten Beispielen aus dem beruflichen Alltag mit Leben füllen können. D.h. es geht nicht nur darum seine Methoden-, Fach-, Führungs-, Sozial- und Selbstkompetenzen aufzählen zu können, sondern darum, sie mit den eigenen Leistungen und Erfolgen „beweisen“ zu können. Im Mittelpunkt steht also nicht, wie viele Jahre Sie bei welcher Firma waren, sondern was Sie dort eigentlich bewirkt haben und wie Sie es getan haben.

Was braucht der Markt?

Die dritte Frage, die in einer Standortbestimmung beantwortet werden sollte, ist die, in welchem Umfeld (Arbeitgeber, Branchen, Grösse, Reputation, etc.) Sie mit Ihrem beruflichen Profil welchen Nutzen (im Gegensatz zu Mitbewerbern) generieren können. Dafür braucht es eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Arbeitsmarkt: Welche Branchen wachsen? Welche Kompetenzen werden nachgefragt? Was sind Trends für die Zukunft? Es nützt nichts, wenn man weiss, was man will und was man kann, es aber keine sinnvolle Nachfrage nach diesem beruflichen Profil gibt.

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