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Referenzen – häufig unterschätzt!

Die Auskünfte von Referenzpersonen dienen einem potentiellen Arbeitgeber als Ergänzung und Überprüfung der Angaben und des Eindrucks, die der Kandidat/die Kandidatin in den Interviews hinterlassen hat. Auch psychologisch spielen Referenzen eine wichtige Rolle: Der neue Arbeitgeber möchte durch eine Drittperson bestätigt werden und fühlt sich bei einer positiven Referenz in seiner Entscheidung bestärkt. Daher sollte die Auswahl und die Vorbereitung der Referenzpersonen nicht unterschätzt werden!

1 Auswahl der Referenzen

Über mögliche Referenzpersonen sollte man sich noch vor den ersten Bewerbungsgesprächen und Interviews Gedanken machen. Je nach Situation werden bis zu drei Referenzpersonen verlangt. In der Regel sollten das ehemalige Vorgesetzte sein, es können aber auch Kunden, Peers oder Personalverantwortliche genannt werden. Die Referenzen sollten niemals bereits im CV aufgelistet werden, damit niemand auf die Idee kommen kann, Referenzpersonen unvorbereitet zu kontaktieren (die häufig zu beobachtende Formulierung „Referenzen: auf Anfrage“ ist übrigens auch keine Lösung – besser diesen Punkt ganz herauslassen). Normalerweise werden Referenzen erst ganz am Ende des Bewerbungsverfahrens eingeholt und der Kandidat sollte immer noch eine Sperrfrist verlangen, in der er die Referenzpersonen „briefen“ kann.

2 Vorbereitung der Referenzen

Zu Beginn der persönlichen Bewerbungskampagne sollten Referenzen ausgewählt und hinsichtlich der grundsätzlichen Bereitschaft, Auskunft zu geben, angefragt werden. Sobald ein Bewerbungsverfahren so weit fortgeschritten ist, dass Referenzen eingeholt werden, ist es sehr wichtig, dass die Referenzperson genau darüber informiert wird, wer anrufen wird (Rolle, Bedeutung im Unternehmen), um welches Unternehmen und welche Position es sich handelt, sowie über die „innere Logik“ der Bewerbung.

Es ist wichtig, dass sich Referenzgeber nicht nur allgemein positiv äussern, sondern dass sie die richtigen Stichworte im Sinne der Bewerbung fallen lassen. Gerade am Schluss eines Verfahrens können gut gebriefte Referenzgeber sehr viel dazu beitragen, allfällige noch existierende Zweifel beim potenziellen Arbeitgeber auszuräumen.

3 Inhalte der Referenz

Der Referenzgeber sollte, eventuell sogar schriftlich in Form eines „Spickzettels“, Antworten auf folgende Themen geben können:

  • Beziehung: Dauer der Zusammenarbeit, Rollen
  • Verantwortungsbereich, Aufgaben, Leistungen und Erfolge
  • Persönlichkeit, Verhalten, Stärken und Schwächen
  • Grund des Ausscheidens beim aktuellen Arbeitgeber: Kündigungsgrund, „Trennungsstory“

4 Bedanken beim Referenzgeber

Es empfiehlt sich mit jedem Referenzgeber ein kurzes Update zu vereinbaren. Als Kandidat/in in einem Bewerbungsprozess möchte man einerseits natürlich wissen, ob die Referenzgeber tatsächlich angefragt wurden, andererseits möchte man sich bedanken – denn es ist nicht selbstverständlich, dass diese/r die Zeit und Mühe investiert hat. Trotz allen Einsatzes kann es zudem Situationen geben, in welchen es nicht zur erhofften Vertragsofferte kommt und dieselben Referenzgeber nochmals um die Abgabe einer Referenz in Zusammenhang mit einer neuen Bewerbung gebeten werden müssen. Die Bereitschaft hierfür ist grösser, je professioneller Sie sich im Umgang mit Ihren Referenzgebern verhalten.

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